20. April 2016

artists without borders

„Artists without borders“ (Künstler ohne Grenzen) ist der Titel für die von 23. April bis 29.Mai 2016 in Schloss Wolkersdorf geplante Ausstellung mit bildenden KünstlerInnenn aus aller Welt. Der Titel weckt bewußt Assoziationen zur Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.
(Ärzte ohne Grenzen ist die deutsche Übersetzung des Namens der 1971 gegründeten größten internationalen Organisation für medizinische Nothilfe Médecins Sans Frontières. Die private, unabhängige Hilfsorganisation leistet medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten. Hierfür wurde ihr 1999 der Friedensnobelpreis verliehen (..) wikipedia).

„Artists without borders“ ist eine Ausstellung mit bildenden KünstlerInnen aus aller Welt, aber „Artists without borders“ ist auch ein Statement von KünstlerInnen aus aller Welt für Offenheit Toleranz und ein Bekenntnis „WeltbürgerInnen“ zu sein, viel mehr noch als BürgerInnen einzelner Staaten. Die eingeladenen KünstlerInnen kommen von überall her, viele von Ihnen leben in Österreich, auch die Ausstellung findet in Österreich statt, ein Land welches in der momentanen Zeitgeschichte im Brennpunkt des Geschehens ist. Seit Sommer 2015 strömen tausende Flüchtlinge durch Österreich und stellen die Länder der EU vor völlig neue Herausforderungen.

Vor allem Deutschland, welches das Hauptzielland, aber natürlich auch ganz besonders Griechenland, die Länder des Balkans und Österreich. Ungarn hat seine Grenze bereits dichtgemacht, andere Länder (darunter auch Österreich) ziehen Zäune hoch. Auch die Syrien-Konferenz findet in Wien statt und Österreich wird dadurch als Verhandlungsort zur Drehscheibe im Weltgeschehen. Die verheerenden Terrorattacken in Paris am 13.11.2015 haben nicht nur 129 Menschenleben zerstört und hunderte verwundet, sie haben auch die Gefahr, dass die Gräben zwischen den Menschen sich vertiefen, geschürt und Angst und Verunsicherung gesät.

Dennoch glaube ich daran, dass Menschen aus aller Welt sich verstehen können und dies ein natürlicher Urzustand ist. Und auch wenn wir uns das nur schwer vorstellen können, eine Welt ohne Grenzen eine ideale Welt wäre. Wobei mit Grenzen nicht ausschließlich Staatsgrenzen gemein sind, sondern auch die Grenzen zwischen Kulturen, Religionen, Grenzen in unseren Köpfen. Und zum Abschluss möchte ich noch die Kultband Laibach zitieren: „Die Liebe ist die größte Kraft die alles alles schafft“. Hannah Feigl

©Felix Malnig „Eisener Vorhang“

Vernissage: Freitag, 22 04, 18:00 Uhr

Führungen:

Kuratorenführung am 22 05, 14:00 Uhr
Führung beim ‚Lazy Sunday‘ am 24 04 , 11:00 Uhr
Ausstellung auch vor dem Kino am 04 05 geöffnet